Lichtbänder aus dem Nachtzug nach Verona

Abstrakte Farbstudie Nr. 17 mit fließenden Farbverläufen

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Im Gebirge ändert sich das Licht schneller, als man die Kamera einstellen kann. Wir haben deshalb mit fester Belichtung gearbeitet und lieber eine Aufnahme mehr gemacht.

Die besten Aufnahmen entstanden aus dem fahrenden Zug. Durch die Bewegung werden die Lichter der Ortschaften zu langen Bändern, die sich überkreuzen und neue Farben bilden.

Abstrakte Farbstudie Nr. 18 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 18, Langzeitbelichtung

Unser Fazit

Zurück im Atelier haben wir die Bilder nach Farben sortiert, nicht nach Orten. Erst dabei fiel auf, wie ähnlich sich ein Nachtmarkt und ein Sonnenaufgang am See sein können.

Unterwegs fehlt die Leuchtplatte, also nutzen wir, was da ist: Schaufenster bei Nacht, Ampeln im Regen, die Lichter einer Seilbahn kurz nach Sonnenuntergang.

Abstrakte Farbstudie Nr. 19 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 19, Langzeitbelichtung

Am Markt in Meran haben wir die bunten Stoffbahnen eines Händlers fotografiert, mit seiner Erlaubnis und gegen ein Bild als Druck, das jetzt in seinem Stand hängt.

Was wir beobachtet haben

In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.

Abstrakte Farbstudie Nr. 20 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 20, Langzeitbelichtung

Spannend wird es dort, wo sich zwei Komplementärfarben überlagern. Statt eines schmutzigen Graus entsteht ein feines Flirren, das erst bei voller Auflösung sichtbar wird und in der Vorschau verschwindet.

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